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Elisabeth Weissenbach (1833-1884), Pionierin des Handarbeitsunterrichts

Elisabeth Weissenbach, die Pionierin des Handarbeitsunterrichts, wurde am 2. Februar in Bremgarten geboren. Eine Tafel am Haus Bärengasse 3 erinnert an sie. Ihr Vater war Xaver Wendelin Weissenbach, Goldschmied und Spitalherr (Verwalter des städtischen Spitals), die Mutter Maria Josepha Katharina Keiser aus Zug. Elisabeth besuchte die Schulen in Bremgarten und anschliessend eine Institutsschule in Solothurn. Bald schon wandte sich ihre Aufmerksamkeit der Arbeitsschule für Mädchen zu. Dieser Schulzweig war damals noch vernachlässigt und wurde sehr unmethodisch unterrichtet. Elisabeth Weissenbach suchte diesem Mangel Abhilfe zu schaffen. 1856 berief Regierungsrat Augustin Keller sie zur Inspektorin der Arbeitsschulen des Bezirks Bremgarten. Das Amt bedeutete damals ein Novum in der Schweiz.

Mit ihren Lehrplanreformen und Weiterbildungskursen schuf Elisabeth Weissenbach erst eigentlich den Beruf der Handarbeitslehrerin. Ihre Tätigkeit und ihr Buch „Arbeitsschulkunde“ fanden Anerkennung über die Schweiz hinaus. Elisabeth Weissenbach war auch in Deutschland eine gefragte Expertin. Ihr Lehrbuch wurde in Bayern noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein verwendet. An der Weltausstellung in Wien 1873 präsentierte der Kanton Aargau seine Arbeitsschule. Die Schau zeigte den von Elisabeth Weissenbach ausgearbeiteten Lehrplan, ihre Unterrichtsmaterialien und ihre "Arbeitsschulkunde“. Sie wurde mit einer der drei Ehrenmedaillen ausgezeichnet, welche die Wiener Weltausstellung an die Schweiz vergab.

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