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Waffenplatz

Wer das Stadtgebiet Bremgarten über die Unterstadt und die Au Richtung Norden verlässt, durchquert Teile des Waffenplatzgeländes. Links- und rechtsufrig der Reuss nutzt das Militär seit 1952 Ausbildungsplätze, die sich für die Ausbildung der Genie- und Rettungstruppen sehr gut eignen.

Geschichte

Seit 1957 hat Bremgarten einen eidgenössischen Waffenplatz. Auf dem von der Ortsbürgergemeinde erworbenen Land entstanden ab 1958 umfangreiche Bauten wie Kasernenanlagen (700 Betten), Schiess- und Sportanlagen und ein Theoriegebäude. Die Kaserne Bremgarten wurde im Jahr 1968 durch die Truppe erstmals belegt. Sie war ein architektonischer Wurf, der internationale Beachtung in der Fachwelt fand. Im Jahr 2008 wurde die statische Sanierung abgeschlossen und gleichzeitig mit dem 40. Jubiläum die Wiederinbetriebnahme gefeiert.

Kaserne Bremgarten
Kaserne Bremgarten

Der Waffenplatz heute

Drei militärische Kommandos sind in Bremgarten stationiert:

  • Waffenplatzkommando
  • Kommando Genieschule 74
  • Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband

Auf dem Waffenplatz Bremgarten werden über das ganze Jahr Offiziersschulen und die technischen Lehrgänge der Genietruppen durchgeführt. Darüber hinaus betreibt das Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband Ausbildungen mit seinen Durchdienern, wenn diese sich nicht gerade in einem Einsatz befinden.

Die Genieoffiziersschule wird drei Mal pro Jahr während je 10 Wochen durchgeführt. Sie bereitet die angehenden Zugführer der Genietruppen auf die anspruchsvolle Aufgabe der Führung und Ausbildung von 30 bis 40 Angehörigen der Armee vor.

Das Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband besteht aus Angehörigen der Rettungs- und der Genietruppen. Es stellt die Einsatzbereitschaft für die Katastrophenhilfe im In- und Ausland (über die Rettungskette Schweiz) sicher. Weitere Informationen finden Sie hier: Katastrophenhilfe Bereitschaftsbataillon oder Kommando Genie/Rettung.

Der Waffenplatz und die Stadt

Das Waffenplatzgebiet ist ein beliebter Erholungsraum der Bevölkerung. Das Nebeneinander Zivil-Militär führt zu keinen grösseren Problemen. Gewisse temporäre Einschränkungen zu Land und zu Wasser werden in der Regel mit Verständnis aufgenommen. Das Einvernehmen zwischen den Behörden der Stadt und den Verantwortlichen des Waffenplatzes ist sehr offen und konstruktiv.

Die Infrastruktur wird auch von zivilen Vereinen stark genutzt. Beispielsweise führen verschiedene Schützengesellschaften der Region ihren Sport auf der Schiessanlage "Stockweiher" aus. Auch die Mehrzweckhalle ist fast an jedem Abend durch zivile Sportler belegt.

Die auf dem Waffenplatz Dienstleistenden sind ein nicht unwesentlicher Verdienstfaktor für das lokale Gewerbe.